Welt­hospiz­tag und Hamburger Hospiz­woche 2016

Vielfältige Aktionen tragen tabuisierte Themen in die Öffentlichkeit. Der Welthospiztag und die Hamburger Hospizwoche haben am Standort Hamburg bundesweit Zeichen gesetzt. Erfahren Sie hier alles über die Organisatoren, das Programm und die Geschichte.

Grußwort

Grußwort des Schirmherrn zum Welthospiztag und zur Hamburger Hospizwoche 2016

Sterben, Tod und Trauer gehören zum menschlichen Leben und der Welthospiztag 2016 und die damit verbundene Hamburger Hospizwoche erinnern daran.

Und diese Entwicklung geht Hand in Hand mit einer Verbesserung des rechtlichen Rahmens: Das neue Hospiz- und Palliativgesetz vom Dezember 2015 bietet viele Ansätze für eine Verbesserung der Situation Schwerstkranker und Sterbender, insbesondere im ambulanten Bereich und in den Pflegeeinrichtungen. Die Maßnahmen des Gesetzes stärken die notwendige Vernetzung von Angeboten der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie die hospizliche Begleitung und sichern die Kooperation der beteiligten Leistungserbringer. So können auch Übergänge zwischen verschiedenen Versorgungsformen optimiert und Versorgungsbrüche vermieden werden.

Daneben gibt es natürlich auch noch Bereiche, in denen Handlungsbedarf besteht, zum Beispiel die Palliativversorgung in den Alten- und Pflegeheimen. Aber auch hier zeigen sich erste positive Ansätze wie etwa das Netzwerk Palliative Geriatrie (NPG), in dem sich bereits 15 Hamburger Heime zusammengeschlossen haben.

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat sich den Herausforderungen der Vernetzung und Stärkung der Hospizarbeit schon frühzeitig angenommen. Eine Koordinierungsstelle unterstützt seit 2007 die Kooperation der Versorger und Pflegeheime engagieren sich in einem Netzwerk, das die Hospizkultur stärkt. Sie wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der Landschaft der Hamburger Hospize und Palliativeinrichtungen spielen und somit sicher stellen, dass der zentrale Gedanke der Hospizkultur in unserer Stadt verankert ist: das Sterben in Würde.

Olaf Scholz

Erster Bürgermeister
Freie und Hansestadt Hamburg

Olaf Scholz
Olaf Scholz

Welt­hospiz­tag

Der Welthospiztag in Hamburg fand 2016 als Auftakt zur Hamburger Hospizwoche am 8. Oktober auf dem Hamburger Rathausmarkt statt.

In einem großen Aktionszelt informierten Hamburger Einrichtungen der Hospiz- und Palliativarbeit zu Versorgungsangeboten am Lebensende. Wer unterstützt wann und wie? Erfahrene MitarbeiterInnen beantworteten wichtige Fragen rund um die Unterstützungsmöglichkeiten am Lebensende zu Hause, im Krankenhaus, im Hospiz und in Pflegeeinrichtungen. Ein weiterer Schwerpunkt: Möglichkeiten zur Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die Trauerbegleitung und die ehrenamtliche Mitarbeit.

Für die gute Atmosphäre sorgten u.a. das A-Capella-Ensemble „Fazzolette”, die Windskulpturen-Performance „Fliegende Fische“, Trommelmusik mit „Klopfen & Klötern“, Walk Acts der Klinik-Clowns Hamburg, eine Schlauchleseaktion mit Nicole Wellbrock und Nina Helbig und eine Bilderausstellung des atelier lichtzeichen.

Als Vorankündigung auf den Welthospiztag war in der Diele des Hamburger Rathauses eine Fotoausstellung des Autors und Fotografen Dr. Martin Kreuels zu sehen.

Hamburger Hospiz­woche

61 Veranstaltungen in acht Tagen

Stationäre und ambulante Einrichtungen öffneten in der Hospizwoche vom 9. – 16.10.2016 ihre Türen. Menschen besuchten vielfältige Veranstaltungen in ganz Hamburg: von der szenischen Darstellung zum Thema „Trauer am Arbeitsplatz“ über Konzerte, Lesungen, Vorträge und Filme zu Sterben, Tod und Trauer bis zu sehr persönlichen Lebensberichten schwerstkranker junger Menschen. Informationsgespräche der Hospizdienste zum ehrenamtlichen Engagement und Letzte-Hilfe-Kurse komplettierten das breit gefächerte Angebot.

Flyer PDF zum Herunterladen

Was bedeuten Welt­hospiz­tag und Hamburger Hospiz­woche?

Unter dem Motto "Gemeinsam für ein würdevolles Sterben" veranstalteten erstmals 2007 alle im LandesVerband Hospiz und Palliativarbeit Hamburg e.V. (LVHP) tätigen Einrichtungen den Welthospiztag in Hamburg. Der Welthospiztag bildet den Auftakt zur Hamburger Hospizwoche mit zahlreichen Veranstaltungen zu Sterben, Tod und Trauer im gesamten Hamburger Stadtgebiet.

Veranstalter ist der Landesverband Hospiz und Palliativarbeit e.V., die Organisation übernimmt die Koordinierungsstelle Hospiz und Palliativarbeit Hamburg. Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz unterstützt finanziell.

 

Der weltweite Aktionstag

1988 veranstaltete das Princess Alice Hospice in London das erste Mal vor seinen Toren ein spontanes Konzert, um in der Öffentlichkeit auf seine Arbeit aufmerksam zu machen und um Fördergelder einzuwerben. Daraus entwickelte sich eine weltweite Aktion.

Die Worldwide Hospice Palliative Care Alliance (WHPCA) initiierte erstmals 2005 den World Hospice & Palliative Care Day. Dieser Initiative schlossen sich tausende von Hospizinitiativen an, sehr viele auch in Deutschland, die jeden zweiten Samstag im Oktober den Welthospiztag mit einer Fülle von Veranstaltungen begehen.

Eindrücke des Welthospiztages 2016 in Hamburg finden Sie hier:

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Wer kann mitmachen?

Der Welthospiztag 2017 findet am 14. Oktober statt. In der Hamburger Hospizwoche vom 15. – 22.10.2017 werden vielfältige Veranstaltungen in ganz Hamburg jeweils von engagierten Einrichtungen vor Ort durchgeführt.

Alle Einrichtungen, die sich aktiv mit eigenen Veranstaltungen an der Hamburger Hospizwoche 2017 beteiligen möchten, sind aufgerufen, ihre Veranstaltungen an die Koordinierungsstelle für Hospiz und Palliativarbeit Hamburg zu melden.

Teilnehmer der Hamburger Hospizwoche können alle Hamburger Einrichtungen sein,

  • deren Arbeitsthemen sich um Sterben, Tod und Trauer ranken
  • die nicht kommerziell werben und keine ethisch bedenkliche Arbeit ausführen
  • Kooperationspartner von einem oder mehreren Mitgliedern des LVHP sind

Veranstaltungen in der Hospizwoche sollten folgende Kriterien erfüllen:

  • Sie richten sich an interessierte BürgerInnen
  • Sie ermöglichen eine niedrigschwellige Berührung mit den Themen Sterben, Tod und Trauer
  • Sie sind für die BesucherInnen nach Möglichkeit kostenfrei

 

Anmeldeformular

Anmeldeschluss ist Montag, der 22.05.2017.

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